Roaming für Montageteams — was ab 2027 gilt
Innerhalb der EU bleibt Telefonieren wie zu Hause. Für Teams, die dauerhaft im Ausland arbeiten, gilt das nicht unbegrenzt.
Der Haken ist nicht der Preis, sondern die Fair-Use-Regel bei dauerhaftem Auslandsaufenthalt.
Was innerhalb der EU gilt
„Roam like at home“ — Anrufe, Nachrichten und Daten im EU-Ausland zu Inlandskonditionen — gilt bis zum 30. Juni 2032. Für die meisten Betriebe ist das Thema damit erledigt.
Die zulässigen Datenaufschläge zwischen den Netzbetreibern sinken weiter; ab 2027 liegt die Obergrenze bei 1,00 Euro je Gigabyte. Das betrifft Sie nur indirekt, erklärt aber, warum Datenpakete im Ausland günstiger werden.
Wo es für Betriebe klemmt
Zwei Punkte betreffen Montage- und Servicebetriebe besonders:
- Fair Use bei dauerhaftem Auslandsaufenthalt. Die Regelung ist für Reisen gedacht, nicht für einen Arbeitsplatz im Ausland. Wer monatelang überwiegend im Ausland funkt, bekommt Aufschläge — das trifft Teams auf Langzeitbaustellen.
- Länder außerhalb der EU. Schweiz, Vereinigtes Königreich und die Türkei fallen nicht unter die Regelung. Ohne passende Option wird es teuer.
Für unerwartete Kosten gibt es den Kostenairbag: Bei 50 Euro ist Schluss, mit einer Warnung ab 80 Prozent. Der greift allerdings erst, wenn schon etwas gelaufen ist.
Was sich vorher regeln lässt
- Vor längeren Einsätzen prüfen, welche Karten überhaupt betroffen sind — oft sind es wenige.
- Für Nicht-EU-Länder eine Option buchen statt auf Standardpreise zu laufen.
- Bei dauerhaften Auslandsstandorten mit dem Netzbetreiber sprechen, bevor die Fair-Use-Regel greift.
Quellen
- EU-Roaming-Verordnung, Geltung bis 30.06.2032
- Bundesnetzagentur, Hinweise zu Roaming und Kostenairbag
Zahlen und Fristen altern. Wenn Sie etwas davon für eine Entscheidung brauchen, fragen Sie uns — wir sehen vor der Antwort noch einmal nach.