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Diensthandy oder privates Gerät — was sich durchgesetzt hat

Die Zahl der Betriebe, die eigene Geräte stellen, steigt. Das hat weniger mit Technik zu tun als mit Haftung und Datenschutz.

Wer private Geräte dienstlich nutzen lässt, muss im Ernstfall auf ein Gerät zugreifen, das ihm nicht gehört.

Der Trend ist eindeutig

Nach einer Bitkom-Befragung vom März 2026 bekommen 56 % der Beschäftigten mit mobilem Kommunikationsbedarf ein Diensthandy — drei Jahre zuvor waren es 46 %. Umgekehrt sank der Anteil derer, die ihr privates Smartphone für die Arbeit nutzen, von 36 % auf 26 %.

Von denen mit Diensthandy dürfen 93 % es privat nutzen, und 88 % tun es auch. Das Diensthandy ersetzt also das private Gerät nicht, es tritt daneben — oder an seine Stelle.

Warum Betriebe umsteigen

  • Zugriff im Ernstfall. Wenn jemand ausscheidet oder ein Gerät verloren geht, muss man handeln können. Auf einem privaten Gerät ist das rechtlich heikel und praktisch schwierig.
  • Trennung der Daten. Kundendaten auf einem privaten Telefon sind ein Datenschutzthema, das im Schadensfall unangenehm wird.
  • Erreichbarkeit. Wer privat bezahlt, entscheidet privat — auch über Sperren, Datenvolumen und Weiterleitung.
  • Auftraggeber fragen danach. Wo Sicherheitsanforderungen über die Lieferkette weitergegeben werden, ist „die Leute nutzen ihr eigenes Handy“ keine gute Antwort.

Was geregelt sein sollte

Ob Sie Geräte kaufen oder mieten, ist die zweite Frage. Die erste ist, was schriftlich steht:

  • Ist die private Nutzung erlaubt — und in welchem Umfang?
  • Was passiert beim Ausscheiden mit den Daten auf dem Gerät?
  • Wer trägt Kosten bei Verlust, Diebstahl oder Bruch?
  • Wer darf das Gerät aus der Ferne sperren, und wann?

Diese vier Punkte kosten eine halbe Seite und ersparen im Streitfall sehr viel.

Quellen

  • Bitkom, „Diensthandy wird zum Standard“, 23.03.2026 (n = 1 006, davon 495 Berufstätige)

Zahlen und Fristen altern. Wenn Sie etwas davon für eine Entscheidung brauchen, fragen Sie uns — wir sehen vor der Antwort noch einmal nach.

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